Hatte Opa früher auch so einen Adventskalender wie ich?


Bräuche im Advent

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Auf die Adventszeit im Kindergarten freuen sich sowohl die Kinder als auch die Erzieherinnen. Kerzen, Gedichte, Bastelaktivitäten und vieles mehr prägen diese Zeit.

Doch was hat es eigentlich auf sich mit der Adventszeit?
Seit wann gibt es den Adventskranz und wie sahen die ersten Adventskalender aus?
Diese Fragen möchten wir beantworten und euch damit den nötigen theoretischen Hintergrund für die verschiedenen Bräuche geben.


Der Adventskranz

Als „Erfinder“ des Adventskranzes wird Johann Hinrich Wichern (1808-1881) gesehen. Er war in Hamburg Pfarrer und leitete das "Rauhe Haus", ein Heim für elternlose Jugendliche. In der Adventszeit stellte der Pfarrer einen Holzkranz mit 19 (kleinen) roten und vier (großen) weißen Kerzen für die Adventssonntage auf.
Nach und nach hat sich diese Sitte des Adventskranzes dann verbreitet.
Will man einen traditionellen Adventskranz herstellen, so muss man ihn mit gebundenem Tannengrün und vier roten Kerzen schmücken.
Heutzutage findet man jedoch Adventskränze in allen möglichen Farben und Formen.

Der Adventskalender

Entstanden ist der Brauch des Adventskalenders um die Tage bis zum Weihnachtsfest abzählen zu können.
Schon früher war er wohl vor allem für die Kinder gedacht, denen man die Zeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen, jedoch nicht unbedingt "versüßen", wollte.
Bis ins 17. Jh. lässt sich der Adventskalender zurück verfolgen.

Beispiele ganz früher Adventskalender:
- Aufhängen von 24 Bildern an die Wand
- Bemalen einer Tür mit 24 Kreidestrichen, jeden Tag durfte einer weggewischt werden.
- In eine noch leere Krippe wurde jeden Tag ein Strohhalm gelegt.

Hinterklebte Kalender, bei denen die Kinder jeden Tag ein Türchen öffnen konnten, wurden in den 20iger Jahren beliebt.


Advent

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Der Begriff Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Ankunft".
Im christlichen Glauben bereitet man sich in den vier Wochen vor Weihnachten auf die Feier der Geburt Christi vor.
Der erste Adventssonntag ist immer der vierte Sonntag vor dem 25. Dezember. Fällt der 24. Dezember auf einen Sonntag, so ist dieser Sonntag Heilig Abend und 4. Adventssonntag zugleich.
Mit dem Advent beginnt in den katholischen und evangelischen Kirchen das neue Kirchenjahr.
Die Adventszeit geht zurück bis in das 7. Jahrhundert, manche sehen die Ursprünge sogar bereits im 5. Jahrhundert. Zuerst variierte die Zahl der Adventssonntage zwischen 4 und 6, bis schließlich Papst Gregor der Große die Zahl der Adventssonntag auf vier festlegte.
Die 4 Wochen Adventszeit sollen bildlich auf die 4000 Jahre hinweisen, die man nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft Christi warten musste.

In der orthodoxen Kirche beginnt die Adventszeit bereits am 15. September und dauert bis zum 24. Dezember. Die Adventszeit wird in der orthodoxen Kirche als Fastenzeit begangen.
Das neue Kirchenjahr beginnt hier am 1. September.

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Quellen:
www.wikipedia.de
www.katholisch.de
www.frankfurt-interaktiv.de