Mitmachgeschichte "Die Indianer"


Sprachbildung und - förderung im Alltag

Ideen aus der Praxis für die Praxis - von Elisabeth Schmitz
Mitmachgeschichten zur Sprachbildung, auch Sprechhandlungsgeschichten genannt, sind eine ganz besondere Art, Geschichten zu erzählen: Sie lesen kurze, prägnante Sätze vor und begleiten jeden Satz mit einem Geräusch oder einer Bewegung, die dann von den Kindern nachgeahmt werden.
Die Mitmachgeschichten fördern auf einfache Weise wichtige Fertigkeiten wie Mundmotorik und Lautbildung, Rhythmusgefühl, Textverständnis u.v.m. und machen einfach Spaß!
Vorlesen und Bewegung miteinander zu verbinden, ist für einige von Ihnen vielleicht ungewohnt und es erfordert ein wenig Übung! Erlauben Sie mir deshalb einige Vorschläge zum Umgang mit der Mitmachgeschichte:
Machen Sie sich vor dem ersten Vorlesen in der Kita-Gruppe mit dem Text vertraut!
Lesen Sie langsam und deutlich und machen Sie hinter den einzelnen Sätzen eine kleine Pause!
Führen Sie die Geräusche und Bewegungen deutlich und für die Kinder gut sichtbar aus. Es ist wichtig, dass die Kinder Ihre Mundbewegungen sehen können!
Geben Sie den Kindern genügend Zeit, die Bewegungen und Geräusche nachzuahmen, bevor Sie einen neuen Impuls setzen!
Und nun wünsche ich viel Spaß beim Ihrem „Ritt durch die Prärie“!

DIE INDIANER

Heute, Kinder, machen wir einen Ritt durch die Prärie.
Dort gibt es Büffel,
  → beide Hände mit ausgestreckten Zeigefingern seitlich an den Kopf legen
wilde Pferde
  → mit geschlossenen Lippen wiehern
und den Indianerstamm „Lächelnde Luchse“.
  → mit breit gezogenen Lippen lächeln
Das ist eine Gruppe freundlicher und sehr mutiger Indianerkinder.

Leider gibt es aber auch den gefährlichen Indianerstamm „Schnarchende Schlafmützen“.
  → laut schnarchen
Aber keine Angst! Die „Schnarchenden Schlafmützen“
  → erneut laut schnarchen
schlafen immer bis zum Nachmittag!
  → abwinken
Und dann sind wir lange wieder zurück in der Kita/ der Praxis!

Aber nun reiten wir los!
  → abwechselnd mit der flachen Hand auf die Oberschenkel patschen, dazu schnalzen
Da plötzlich hören wir in der Ferne
  → Hand an die Ohrmuschel legen
Hufgetrappel und das Geheul von Indianern.
  → schnell patschen/schnalzen, dann Indianerruf
Sind das die „Lächelnden Luchse“?
  → breites Lächeln
Nein, es sind die gefährlichen „Schnarchenden Schlafmützen“!
  → schnarchen
O je, sie sind wohl heute früher aufgestanden!

Wir versuchen zu fliehen.
  → schnell patschen/schnalzen
Aber die „Schnarchenden Schlafmützen“ holen uns ein und nehmen uns gefangen.
  → Hände auf dem Rücken nehmen
Im Indianerdorf bindet uns Häuptling „Schmutzige Schniefnase“
  → Luft geräuschvoll durch die Nase ziehen
an den Marterpfahl.
Nun stehen wir hier. Es ist SO heiß!
Eine dicke Fliege fliegt mit lautem Summen um unseren Kopf herum.
  → ssssssss artikulieren
Wir versuchen, die Fliege wegzupusten.
  → zur Nase, zum Kinn, zu den Seiten pusten
Wir haben Hunger und Durst.
  → trauriges Gesicht machen
Häuptling „Schmutzige Schniefnase“
  → geräuschvoll durch die Nase einziehen
füttert uns mit Büffelfleisch.
  → schmatzen
Er lässt uns aus einer Schale Wasser trinken.
  → schlürfen
Wir stehen weiter schwitzend am Marterpfahl und hören wie
ein Pferde laut wiehert,
  → mit geschlossenen Lippen wiehern
ein Pferd schnaubt,
  → mit Lippenflattern prustend ausatmen
ein Hund bellt und knurrt.
  → bellen; beim Knurren die Oberlippe hochziehen

Plötzlich hören wir Schüsse.
  → in die Hände klatschen
Die „Lächelnden Luchse“ reiten in das Dorf.
Lächeln, dann schnell patschen/schnalzen
Die „Schnarchenden Schlafmützen“ fliehen auf ihren Pferden.
  → schneller patschen/schnalzen
Wir werden befreit. „Hurra!“
  → Arme hochreißen
Wir bedanken uns bei den „Lächelnden Luchsen“
  → einem benachbarten Kind die Hand schütteln
und reiten schnell zurück in die Kita.
  → schnell patschen/schnalzen