Ostern im Kindergarten - im Zeichen der Kunst!


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Es dauert nicht mehr lange - die Kinder fiebern schon der Eiersuche entgegen. Bestimmt habt ihr aus den letzten Jahren noch viele Bastelideen und Rezepte für die Osterzeit im Kopf.
Oder seid ihr auf der Suche nach neuen Osterideen? Wenn ja, schaut doch mal, ob ihr einige der folgenden Osterideen oder Osterprojekte umsetzten wollt!


Warum nicht mal eine Ostereiausstellung im Kindergarten organisieren?
Benötigte Materialien:
Bemalte/gebastelte Ostereier von den Kindern/Eltern mitgebracht
1 Tapetentisch
Langes, einfarbiges Tuch oder eine Tischdecke
Leere Toilettenpapierrollen
Farben oder buntes Papier
Kleber
Evt. kleine Bilderrahmen oder schönes Papier als Hintergrund

Ihr bittet jede Familie zu Hause ein Osterei zu gestalten und dieses der Kita zur Verfügung zu stellen.
Mit den Kindern könnt ihr dann aus beklebten oder bemalten Toilettenpapierrollen notwendige "Becher" für die Eier basteln. Jetzt fehlt nur noch ein schön gestalteter Platz für die Ausstellung. Ein langer Tapeziertisch, verziert mit einem einfarbigen Tuch oder einer einfarbigen Tischdecke (die Eier werden bestimmt ganz bunt, daher ist es ratsam die Ausstellungsfläche möglichst ruhig zu halten) kann als Ausstellungsfläche dienen.

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Vielleicht habt ihr auch noch Familien unterschiedlicher Nationalität in der Kita? Dann fragt doch einfach mal nach, ob in den Herkunftsländern der Eltern/Kinder Ostern gefeiert wird und wenn ja, wie? Aber auch innerhalb Deutschlands gibt es unterschiedliche Ostersitten, die bestimmt für viele Besucher unbekannt sind.
Bittet die Eltern die jeweiligen Osterbräuche stichwortartig aufzuschreiben. Oder ihr übernehmt das ggf. für die Eltern. Die Schilderungen präsentiert ihr auf schönem Papier oder in kleinen Holzrahmen und schon wird eure Ausstellung "international".
Tipp: Das Buch "Ostern in aller Welt" (siehe unten) kann euch helfen die Osterbräuche aus anderen Ländern/Kulturen zusammenzutragen!

Bildbetrachtung des Bildes "Feldhase" von Albrecht Dürer
Tipp: Den Titel des Bildes am Anfang noch nicht nennen, sondern die Kinder erst einmal in Ruhe das Bild betrachten lassen.
Was gefällt den Kindern an dem Bild? Was fällt ihnen auf? (z.B. sehr lange Ohren, dickes Fell, lange Vorderläufe usw.)
Die Originalaussagen der Kinder könnt ihr mitschreiben und dann gemeinsam mit dem Bild für die Eltern aushängen.
Nachdem ihr mit den Kindern erarbeitet habt, dass auf dem Gemälde ein Feldhase zu sehen ist und kein Kaninchen, bietet es sich an, mit den Kindern gemeinsam die Unterschiede zwischen Hase und Kaninchen "aufzuspüren".
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Albrecht Dürer: Feldhase Quelle Wikipedia

Wer war Albrecht Dürer?
Albrecht Dürer ist am 21. Mai 1471 als Sohn eines Goldschmieds in Nürnberg geboren und starb am 6. April 1528 in Nürnberg.
Dürer hatte schon mit 13 Jahren den Wunsch Maler zu werden und ging daher von 1486 bis 1490 bei dem Maler Michael Wolgemut in die Lehre. Hier lernte er neben dem Malerhandwerk die Holzschnitttechnik kennen. 1494 heiratete Dürer die wohlhabende Agnes Frey, deren Mitgift ihm ermöglichte sich weiterhin der Malerei zu widmen.
Im Laufe der Jahre wurde Dürer sehr bekannt und reich. Er gründete eine Werkstatt, bekam Aufträge für Bilder, Buchillustrationen und Glasmalereien.
Im Laufe seines Lebens malte Dürer weit mehr als 150 Gemälde und fertigte hunderte von Grafiken und Zeichnungen an.

Eier färben mit Naturfarben
Benötigte Materialien:
Weiße Eier
Töpfe
Wasser
Essig
Große Löffel
Safran oder Kamille (gelb)
Zwiebelschalen (orange/braun)
Rote Beete (rot)
Heidelbeeren (blau)
Brennesselblätter (grün)
Ihr müßt einen Topf mit Wasser füllen, Essig dazugeben und das Wasser zum Kochen bringen.
In der Wartezeit könnt ihr mit den Kindern die Naturfärbemittel kleinschneiden oder kleinraspeln.
Anschließend gebt ihr die kleingemachten Nachrungsmittel in den Topf hinein - jede Farbe extra.
Sobald das Wasser kocht, kommen nun die Eier hinzu.
Am besten lasst ihr die Eier ca. 8 Minuten kochen - und nehmt sie dann vorsichtig hinaus.
Sind euch bzw. den Kindern die Eier noch zu blass, könnt ihr sie nochmal in die Flüssigkeit legen, nachdem diese abgekühlt ist.

Ostergedichte bekannter Dichter und Denker
Das Osterei
Hei, juchei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort!
Ist es noch so gut versteckt.
Endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei! Dort ein Ei!
Bald sinds zwei und drei.
(Heinrich Hoffmann von Fallersleben,
1798 - 1874)

Hans Benjamin, der Hase
Hans Benjamin, der Hase,
läuft zickzack auf dem Feld,
schießt Purzelbaum im Sonnenschein
und freut sich an der Welt.
Er springt zu allen Hasen,
schlüpft in den Bau und schreit:
He, aufgewacht, die Sonne scheint,
und Ostern ist nicht weit!
Da tummeln sich im Grünen
Die Hasen, fern und nah.
Und plötzlich weiß die ganze Welt:
Die Osterzeit ist da.
(James Krüss,
1926 - 1997)

Ostertag
Fünf Hasen, die saßen beisammen dicht,
es machte ein jeder ein traurig Gesicht.
Sie jammern und weinen:
die Sonn' will nicht scheinen!
Bei so vielem Regen,
wie kann man da legen
den Kindern das Ei ?
O weih, o weih !
Da sagte der König:
"So schweigt doch ein wenig!"
Lasst Weinen und Sorgen,
wir legen sie morgen.
(Heinrich Hoffmann,
1809 - 1894)