SeiteReime mit und ohne Bewegung
Reime mit und ohne Bewegung
Die Katze im Garten
Eine Katze sieht im Garten eine Schnecke
Hält ihr Näschen frech an ihre Hausdecke.
Schnupper schnupper, wer bist denn du?
Doch die Schnecke ist weg im nu.
(mehr Kindergedichte von Monika Minder)
Ameisen krabbeln
Ameisen krabbeln auf Ameisenhaufen,
Ameisen krabbeln, wo Hasen laufen,
Ameisen krabbeln am Straßenrand,
Ameisen krabbeln an jeder Wand,
Ameisen krabbeln in Mauerritzen,
Ameisen krabbeln auf Kirchturmspitzen,
Ameisen krabbeln in Blumenschalen,
Ameisen krabbeln in Socken, Sandalen,
Ameisen krabbeln in Honigtöpfe,
Ameisen krabbeln in Pfeifenköpfe,
Ameisen krabbeln auf Brillengläser,
Ameisen krabbeln auf Zittergräser,
Ameisen krabbeln auf Eisenbahnschwellen,
Ameisen krabbeln auf dunklen, auf hellen
Teppichen, Tischen, auf Bänke, auf Bäume,
Ameisen krabbeln in alle Räume,
Ameisen krabbeln leider, leider
in Hosen, in Hemden, in sämtliche Kleider,
besonders wenn du sie ausziehst beim Baden –
und dass sie nicht krabbeln am Hals,
an den Waden,
ist´s besser, du schüttelst die Kleider gut aus
und trägst nicht die Krabbelameise nach Haus!
(Hans Baumann)
Mein Körper
Hier ist mein Kopf und da die Zeh´n,
Augen gibt’s zwei, die sind zum Seh´n.
Die Nase ist mitten im Gesicht
und der Mund bewegt sich, wenn man spricht.
Ohren zum Hören, Beine zum Gehen,
Hände zum Fassen, Füße zum Stehen.
Schultern zum Tragen, zum Atmen die Brust
und der Kopf ist zum Drehen, welch eine Lust.
Wer mäuschenstill am Bache sitzt,
kann hören, wie ein Fischlein flitzt.
Wer mäuschenstill im Grase liegt,
kann hören, wie ein Falter fliegt.
Wer mäuschenstill im Bette lauscht,
kann hören, wie der Regen rauscht.
Wer mäuschenstill im Walde steht,
kann hören, wie ein Rehlein geht.
Wer mäuschenstill ist und nicht stört,
kann hören, was man sonst nicht hört
(Alfred Könner)
Gegensätze
Leicht oder schwer, kreuz und quer
lang oder kurz, nichts ist hier schnurz.
Schmal oder breit, eng oder weit,
Schuh oder Hut, alles passt gut.
Groß oder klein, Schein oder sein,
dick oder dünn, jedes hat Sinn.
Laut oder stumm, Angst oder Mumm,
nichts ist verkehrt, alles hat Wert.
(Barbara Stachuletz)
Wut tut gut?
Toben, trampeln, schreien, fauchen
mach ich, wenn ich wütend bin.
Kissen werfen, Teller schmeißen
Kommt mir dann in meinen Sinn.
Wütend mag ich niemand sehen,
keiner soll mir nahe sein.
Aus dem Hause möcht ich gehen,
am liebsten wäre ich ganz allein.
Aber Wut macht mich auch einsam
Und Alleinsein ist nicht schön.
Ist die Wut dann bald zu Ende,
kann ich zu den andern gehen.
(Helmut Zschirnt)
Morgens früh um sechs
Morgens früh um sechs, kam die kleine Hex`.
Morgens früh um sieben, schneid' sie gelbe Rüben.
Morgens früh um acht, wird Kaffe gemacht.
Morgens früh um neune geht sie in die Scheune.
Morgens früh um zehne holt sie Holz und Späne.
Feuert an um elf, kocht dann bis um zwölf
Fröschlein, Krebs und Fisch
Kinder kommt zu Tisch.
Die Sonnenblume
Eine Sonnenblume steht an unsrem Gartenzaun.
Aussen gelbe Blätter, innen ist sie braun.
Kommt ein Vogel angeflogen, hat gar Hunger sehr.
"Bitte, liebe Sonnenblume, gib mir Kerne her."
Die Sonnenblume gibt ihm Kerne ohne Zahl.
"Danke liebe Blume, bis zum nächsten Mal!"
Blätterfall, Blätterfall,
gelbe Blätter überall.
Raschel, raschel, es wird kalt
und der Schnee bedeckt sie bald.
Blätterfall, Blätterfall,
gelbe Blätter überall.
(Unbekannt)
Im Herbst
Im Herbst muss man Kastanien aufheben,
die braun aus stachliger Schale streben;
man sammelt und sammelt um die Wette
und fädelt sie zu einer endlosen Kette.
Im Herbst muss man Haselnüsse essen,
das darf man auf keinen Fall vergessen!
Man muss sich beeilen, denn das Eichhorn mag sie auch
und plündert mit Windeseile den Strauch.
Im Herbst muss der bunte Drachen steigen.
Man muss ihm den Weg in den Himmel zeigen.
Dann schwebt er hoch über Nachbars Dach
und man reckt den Hals und schaut ihm nach.
(Ilse Kleberger)
Nimm Entenfedern, Löwenzahn
und einen Löffel Lebertran.
Sprich Hunke-munke-mops dabei
und mische einen dicken Brei.
Schmier dir die Nasenspitze ein
und stell dich in den Mondenschein.
Und schwebst du nun nicht in die Nacht -
dann hast du was verkehrt gemacht!
(Max Kruse)
Begegnung
Ein Regenwurm trifft eine Schnecke
lass uns gemeinsam kriechen eine Strecke.
dann macht's mir auch nicht viel aus
kommt ein Vogel, schlüpf ich mit in dein Haus.
Aus einem Birnenhaus guckt die kleine Raupe raus
Am MONTAG hat sie rausgeguckt,
am DIENSTAG einmal um sich rumgespuckt!
Am MITTWOCH guckt sie um die Eck,
am DONNERSTAG, da bleibt sie weg.
Am FREITAG hat sie laut gelacht,
am SAMSTAG ein fröhliches Tänzchen gemacht.
Am SONNTAG will sie nichts mehr sehn
und sagt ganz freundlich : "Auf Wiedersehn."
Das Gedicht vom Plätzchenbacken
Wir haben zusammen gebacken und geschafft,
wir haben gerührt mit aller Kraft,
damit der Teig auch richtig wird,
haben wir Mehl hinein gerührt.
Die Plätzchen sollen köstlich sein,
drum müssen Eier und Milch hinein.
Als der Teig fertig war und gut gerochen,
da haben wir Plätzchen ausgestochen
und schoben sie dann, denn das muss sein,
auf dem Backblech in den Ofen hinein.