Reime mit und ohne Bewegung


Die Spinne hat ein Netz gemacht,
hat leise, leis' ihr Werk vollbracht,
in vielen Stunden wunderbar,
aus Fäden feiner als ein Haar.
Und wird es weggefegt,
sofort beginnt an einem andern Ort
die Spinne wieder: webt und webt,
zum Zeichen das sie lebt.

Die Katze im Garten
Eine Katze sieht im Garten eine Schnecke
Hält ihr Näschen frech an ihre Hausdecke.
Schnupper schnupper, wer bist denn du?
Doch die Schnecke ist weg im nu.
(mehr Kindergedichte von Monika Minder)

Mein Körper
Hier ist mein Kopf und da die Zeh´n,
Augen gibt’s zwei, die sind zum Seh´n.
Die Nase ist mitten im Gesicht
und der Mund bewegt sich, wenn man spricht.
Ohren zum Hören, Beine zum Gehen,
Hände zum Fassen, Füße zum Stehen.
Schultern zum Tragen, zum Atmen die Brust
und der Kopf ist zum Drehen, welch eine Lust.

Wut tut gut?
Toben, trampeln, schreien, fauchen
mach ich, wenn ich wütend bin.
Kissen werfen, Teller schmeißen
Kommt mir dann in meinen Sinn.
Wütend mag ich niemand sehen,
keiner soll mir nahe sein.
Aus dem Hause möcht ich gehen,
am liebsten wäre ich ganz allein.
Aber Wut macht mich auch einsam
Und Alleinsein ist nicht schön.
Ist die Wut dann bald zu Ende,
kann ich zu den andern gehen.
(Helmut Zschirnt)

Morgens früh um sechs
Morgens früh um sechs, kam die kleine Hex`.
Morgens früh um sieben, schneid' sie gelbe Rüben.
Morgens früh um acht, wird Kaffe gemacht.
Morgens früh um neune geht sie in die Scheune.
Morgens früh um zehne holt sie Holz und Späne.
Feuert an um elf, kocht dann bis um zwölf
Fröschlein, Krebs und Fisch
Kinder kommt zu Tisch.

Die Sonnenblume
Eine Sonnenblume steht an unsrem Gartenzaun.
Aussen gelbe Blätter, innen ist sie braun.
Kommt ein Vogel angeflogen, hat gar Hunger sehr.
"Bitte, liebe Sonnenblume, gib mir Kerne her."
Die Sonnenblume gibt ihm Kerne ohne Zahl.
"Danke liebe Blume, bis zum nächsten Mal!"

Blätterfall, Blätterfall,
gelbe Blätter überall.
Raschel, raschel, es wird kalt
und der Schnee bedeckt sie bald.
Blätterfall, Blätterfall,
gelbe Blätter überall.
(Unbekannt)

Begegnung
Ein Regenwurm trifft eine Schnecke
lass uns gemeinsam kriechen eine Strecke.
dann macht's mir auch nicht viel aus
kommt ein Vogel, schlüpf ich mit in dein Haus.

Aus einem Birnenhaus guckt die kleine Raupe raus
Am MONTAG hat sie rausgeguckt,
am DIENSTAG einmal um sich rumgespuckt!
Am MITTWOCH guckt sie um die Eck,
am DONNERSTAG, da bleibt sie weg.
Am FREITAG hat sie laut gelacht,
am SAMSTAG ein fröhliches Tänzchen gemacht.
Am SONNTAG will sie nichts mehr sehn
und sagt ganz freundlich : "Auf Wiedersehn."

Das Gedicht vom Plätzchenbacken
Wir haben zusammen gebacken und geschafft,
wir haben gerührt mit aller Kraft,
damit der Teig auch richtig wird,
haben wir Mehl hinein gerührt.
Die Plätzchen sollen köstlich sein,
drum müssen Eier und Milch hinein.
Als der Teig fertig war und gut gerochen,
da haben wir Plätzchen ausgestochen
und schoben sie dann, denn das muss sein,
auf dem Backblech in den Ofen hinein.